Biographie
Jesús Ortega Martínez ist seit 2025 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Bayer-Philharmoniker. Seit 2022 in München ansässig, entwickelt er eine aufstrebende internationale Karriere, die sowohl das symphonische als auch das opernhafte Repertoire umfasst, einschließlich Debüts am Hessischen Staatstheater sowie bei der Kammeroper München, wo er Produktionen von Die Zauberflöte und Die Entführung aus dem Serail leitete.
Als regelmäßiger Gast in renommierten Sälen wie dem Herkulessaal, dem Prinzregententheater oder dem Forum Leverkusen stand er am Pult von Klangkörpern wie der Norddeutschen Philharmonie Rostock, der Cardiff Sinfonietta, der Philharmonie Südwestfalen, den Münchner Symphonikern, der Bad Reichenhaller Philharmoniker, den Berliner Symphonikern, dem Orquestra Simfònica de les Balears, dem Seinäjoki Orchestra (Finnland), der Neubrandenburger Philharmonie sowie dem Orquesta Sinfónica Ciudad de Elche.
In den vergangenen Spielzeiten folgte er Einladungen zu internationalen Festivals wie dem stARTfestival oder den Richard-Strauss-Tagen und arbeitete dabei mit Solisten wie Ramón Ortega Quero, Anush Hovhannisyan, Lioba Braun und Thomas Ebenstein zusammen. Seine Vielseitigkeit führte ihn auch in den Bereich der Filmmusik, wo er kürzlich Aufnahmen mit den Münchner Symphonikern leitete.
Über mehrere Spielzeiten war er als Assistenzdirigent beim Symphonieorchester Vorarlberg (Österreich) tätig, wo er an der Seite von Leo McFall Werke wie die Alpensinfonie von Strauss oder Bruckners 9. Sinfonie erarbeitete. Auch im Opernbereich sammelte er fundierte Erfahrungen als Assistent am Staatstheater Augsburg sowie am Gärtnerplatztheater (München) bei Produktionen wie Turandot, La Bohème und Werther.
Der junge Musiker besitzt eine übergreifende Ausbildung als Dirigent und Instrumentalist. Er begann seine Ausbildung als klassischer Gitarrist am Conservatorio Superior de Alicante, wo er den Master mit Auszeichnung sowie den Nationalen Preis für akademische Exzellenz erhielt. Anschließend studierte er Dirigieren und Alte Musik an der Sibelius-Akademie Helsinki und hatte dort die Gelegenheit, Werke von Bach mit dem RIAS Kammerchor zu dirigieren. Er vervollständigte seine akademische Ausbildung mit dem Master im Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik und Theater München bei Marcus Bosch und Georg Fritzsch, ergänzt durch Meisterkurse bei Dirigenten wie Sir Roger Norrington, Jorma Panula, Atso Almila und Colin Metters.
Leidenschaftlich an der Erkundung neuer Repertoires und Konzertansätze interessiert, kombiniert er regelmäßig Barock- und Renaissancerepertoire in seinen symphonischen Programmen, darunter regelmäßig Musik von Gabrieli, Dowland, Rameau oder Telemann. Gleichzeitig dem aktuellen Schaffen verpflichtet, realisierte er in den letzten Spielzeiten mehr als zehn Uraufführungen in Deutschland. Hervorzuheben sind zudem die Leitung der Wiederaufführung der dadaistischen Oper Schöne Geschichten von Stephan Wolpe im Musiktheater am Reaktor sowie die Premiere des Projekts Vivace! im Bergson Kunstkraftwerk München. Dort dirigiert er regelmäßig sein Haus-Ensemble, die Bergson Phil‘, mit der er in der letzten Saison mehr als zwanzig Konzerte realisierte. Dieses neue Ensemble, von Publikum und Kritik gefeiert, ist darauf spezialisiert, symphonisches Repertoire, Alte Musik und zeitgenössische Werke mit KI-gestützter Akustik im neuen Konzertsaal Elektra Tonquartier zu verbinden.